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Dauerauftrag erfolgreich storniert: Kein Transfer von EU-Bankdaten an die USA PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torsten Pick   
Freitag, den 12. Februar 2010 um 22:40 Uhr

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit:
Das Europäische Parlament hat heute das SWIFT-Abkommen zur Übermittlung von EU-Bankdaten an die USA mit großer Mehrheit abgelehnt.

Hierzu erklärt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar:
Ich freue mich, dass das Europäische Parlament trotz erheblicher Widerstände standhaft geblieben ist. Es hat im besten Interesse der EU-Bürger gehandelt. Sicherheit gewinnen wir nicht durch immer mehr Daten, sondern durch die intelligente Auswertung der relevanten Informationen.
Peter Schaar lobt das Europäische Parlament: Das Parlament hat hier ein unübersehbares Zeichen gesetzt, an dem auch die Kommission und der Rat nicht vorbei können. Dies ist ein guter Tag für den Datenschutz und die Grundrechte in Europa!

Das SWIFT-Abkommen hätte einen sehr weit reichenden Zugriff auf Banktransaktionsdaten von EU-Bürgern ermöglicht. Die USA halten dies im Anti-Terror-Kampf für notwendig. Die amerikanischen Behörden hätten aber nicht nur Auskunft zu einzelnen verdächtigen Überweisungen erhalten, sondern auch Zugriff auf Transaktionsdaten solcher Kontoinhaber gehabt, bei denen kein strafrechtlicher Anfangsverdacht besteht und die erst in fernerer Zukunft aufgrund weiterer Erkenntnisse möglicherweise in Verdacht geraten könnten. In den weit überwiegenden Fällen handelt es sich also um völlig unverdächtige Bankkunden. Die Daten sollten in den USA für maximal fünf Jahre gespeichert werden. Eine wirksame Kontrolle durch unabhängige Datenschutzbeauftragte fehlte ebenso wie ein effektiver Rechtsschutz betroffener Bankkunden in den USA.

Das SWIFT-Abkommen sollte ursprünglich ab dem 1. Februar 2010 angewendet werden, es wurden jedoch vorerst keine Daten an die USA übermittelt. Zunächst sollte die Entscheidung des Europäischen Parlaments abg


-- Leif-Erik Holtz (ULD)

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Februar 2010 um 22:42 Uhr
 

Schlagzeilen

Tausende Sternschnuppen entfachen seit gestern ein Feuerwerk am Nachthimmel. Da begann der Perseidenstrom, der in der Nacht von Donnerstag zu Freitag sein Maximum erreichen wird. Mit rund 100 Meteoren rechnen die Astronomen morgen Abend pro Stunde. Darunter werden auch etliche helle Objekte sein, die man Boliden oder Feuerkugeln nennt. Am Samstag endet das Himmelsspektakel. Ob das Wetter beim Beobachten mitspielt, ist fraglich. In der Nacht zu morgen könnten die Menschen im äußersten Nordwesten möglicherweise die Sternschnuppen beobachten, sagte Meteorologe Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Wenig Hoffnung macht er wegen dicker Wolken und Regen für die Nacht zum Freitag: "Da braucht man überall viel Glück."