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Googles Pakt zur Netzneutralität: Kompromisse statt Prinzipien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torsten Pick   
Mittwoch, den 11. August 2010 um 07:12 Uhr

Kompromisse statt Prinzipien

Google steht nicht nur wegen Street View unter Beobachtung. Vorstandschef Eric Schmidt muss auch für seinen Pakt mit Verizon zur Netzneutralität viel Kritik einstecken - und findet sich in der Rolle des Verräters wieder.

11. August 2010 

Der amerikanische Internetkonzern Google hat sich oft mit seinen eisernen Prinzipien gebrüstet. Vor allem die beiden Gründer Sergey Brin und Larry Page haben immer den Anspruch erhoben, besonders strenge ethische Standards zu erfüllen. In jüngster Zeit muss sich Google aber immer häufiger den Vorwurf gefallen lassen, aus geschäftlichen Interessen faule Kompromisse einzugehen. Das war erst vor wenigen Wochen so, als Google in einem öffentlichkeitswirksamen Streit mit der Regierung in China um die dortigen Zensurvorschriften Zugeständnisse machte, um seine Lizenz nicht zu verlieren. Google ruderte nach anfänglichem scharfen Konfrontationskurs mit Peking ein Stück weit zurück.

Jetzt wird Google schon wieder kritisiert, von seinen Prinzipien abzurücken: Ein Pakt, den das Unternehmen mit dem amerikanischen Telekommunikationskonzern Verizon geschlossen hat, sorgt in der Netzgemeinde und unter Verbraucherschützern für Aufruhr. Der Vorwurf: Google habe seine bisherigen Grundsätze zur Netzneutralität über den Haufen geworfen. Die Kritik zielt vor allem auf den Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt. Schließlich gilt Schmidt im Google-Triumvirat als derjenige, der am ehesten dazu geneigt ist, einen Diplomatiekurs einzuschlagen und Mittelwege zu suchen.

 

Schlagzeilen

Tausende Sternschnuppen entfachen seit gestern ein Feuerwerk am Nachthimmel. Da begann der Perseidenstrom, der in der Nacht von Donnerstag zu Freitag sein Maximum erreichen wird. Mit rund 100 Meteoren rechnen die Astronomen morgen Abend pro Stunde. Darunter werden auch etliche helle Objekte sein, die man Boliden oder Feuerkugeln nennt. Am Samstag endet das Himmelsspektakel. Ob das Wetter beim Beobachten mitspielt, ist fraglich. In der Nacht zu morgen könnten die Menschen im äußersten Nordwesten möglicherweise die Sternschnuppen beobachten, sagte Meteorologe Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Wenig Hoffnung macht er wegen dicker Wolken und Regen für die Nacht zum Freitag: "Da braucht man überall viel Glück."