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Netzwerke - Netzwerkplanung
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Besonders größere Netze müssen sinnvoll geplant werden. Dabei stellen sich zuallererst folgende Fragen: handelt es sich um eine völlige Neueinrichtung oder ist ein Teil der Infrastruktur schon vorhanden und muss nur erweitert werden? Was kostet die Erstellung des Netzwerkes und in welcher Zeit lässt es sich realisieren?

Zuerst gilt es sich Gedanken um die Gebäudeverkabelung zu machen. Das Gebäude wird hierbei in vier Bereiche aufgeteilt:

  • Primärbereich: Verbindung von Gebäuden. Hierzu wird Glasfaserkabel oder die Telefonleitung verwendet
  • Sekundärbereich: vertikale Stockwerkverkabelung eines Gebäudes, also die Verkabelung zwischen zwei Etagen.
  • Tertiärbereich: horizontale Stockwerkverkabelung eines Gebäudes bzw. die Verkabelung innerhalb einer Etage.
  • Arbeitsplatzbereich

Heutzutage wird meistens die Sterntopologie angewandt. Die Verkabelung geschieht nach diesem Schema: Der Hauptverteiler - auch Standortverteiler genannt - ist sternförmig mit allen Gebäudeverteilern verbunden (Primärbereich). Jeder Gebäudeverteiler ist wiederum sternförmig mit allen Etagenverteilern verkabelt (Sekundärbereich) und jeder Etagenverteiler ist sternförmig an den Kabelverteilern eines Stockwerkes angeschlossen, die zu den Kommunikationsanschlüssen, den Ethernet-Anschlussdosen führen (Tertiärbereich). Die Endgeräte werden schließlich mit den Ethernet-Anschlussdosen verbunden (Arbeitsplatzbereich).

Die Gebäude- und Etagenverteiler bestehen aus Verteilerschränken. In den Verteilerschränken sind Patchpanel (engl.: Verteilelemente, Rangierfelder) verschraubt und aktive Netzwerkkomponenten, wie Switches oder Router untergebracht.

 

Folgende Fragen müssen während der Netzwerkplanung geklärt werden:

  • Wie schnell muss das Netzwerk sein? Welche Kabel sollen verwendet werden?
  • Welche Netzwerkkomponenten werden benötigt?
  • Müssen Kabelkanäle gelegt werden? Sind genügend Steckdosen vorhanden?
  • Muss ein Serverraum eingerichtet werden? Ist dieser klimatisiert und abschließbar?
  • Existiert eine Notstromversorgung? Sind 19-Zoll Netzwerkschränke und Feuerlöscher vorhanden?
  • Welche Hardware und Software wird benötigt?
  • Wer ist später zuständig für das Netzwerk? Gibt es einen Administrator?
  • Müssen nach Fertigstellung Schulungen bzw. Einweisungen erfolgen?
Tipps zur Netzwerkplanung

Das Netz sollte unbedingt erweiterbar, herstellerunabhängig und wartungsarm sein.
Zudem sollte es genügend Übertragungskapazität für die Zukunft bereitstellen und
zuverlässig und unempfindlich gegen Störfaktoren sein.

Eine genaue Dokumentation des Netzaufbaus, die Verkabelungspläne und
Konfigurations-Beschreibungen enthält, ist äußerst empfehlenswert. Bei einer
gewünschten Erweiterung oder auch bei der Fehlersuche kann es zeitraubend
und kostenintensiv sein, wenn keine Dokumentation vorliegt.

 

Schlagzeilen

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit:
Das Europäische Parlament hat heute das SWIFT-Abkommen zur Übermittlung von EU-Bankdaten an die USA mit großer Mehrheit abgelehnt.